{"id":177,"date":"2011-11-21T12:00:09","date_gmt":"2011-11-21T11:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-neu\/?p=177"},"modified":"2018-05-18T07:32:43","modified_gmt":"2018-05-18T06:32:43","slug":"tongariro-northern-circuit-2-day","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tim.linux-daus.de\/?p=177","title":{"rendered":"Tongariro Northern Circuit \u2013 2. Day"},"content":{"rendered":"<p>Der zweite Tag meiner Wanderung ging durch den Wecker von Jingjong, den ich auf der n\u00e4chsten H\u00fctte wiedertreffen sollte, um 7 Uhr los. Leider hatte Jingjong (ja er hei\u00dft wirklich so!) vergessen dass er den Wecker gestellt hatte und erst beim zweiten klingeln gemerkt, dass es doch seiner ist. Ich hab mich nochmal umgedreht und bin dann eine Stunde sp\u00e4ter erst aus dem Bett gefallen. Bei bew\u00f6lktem Wetter und mittleren Temperaturen von ca. 18\u00b0C ging es nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gegen 8:30 Uhr los in Richtung Ketetahi Hut, \u00fcber die Devils Staircase und vorbei am Mt. Ngauruhoe. Nach ca. 1 Stunde kam ich dann auch schon an den ersten Abschnitt wo es innerhalb von ca. 1,5 km 300 H\u00f6henmeter hoch ging. Ich und vor allem meine Knie m\u00f6gen Treppensteigen ja so was von gar nicht, insbesondere wenn auf dem R\u00fccken noch ein dicker Rucksack h\u00e4ngt. Nun befand ich mich auf\/im so genannten South Crater, der auch gleichzeitig den Fu\u00df des Mt. Ngauruhoe darstellt.<\/p>\n<p>Am Vorabend hatte der Schweizer von der Aussicht auf der Spitze des Mt. Ngauruhoe bei sch\u00f6nem Wetter erz\u00e4hlt. Was mich bereits zu der \u00dcberlegung gebracht hatte einen Abstecher hinauf zu machen. Ein Hinweisschild wies die grobe Richtung an \u201eMt. Ngauruhoe Summit \u2013 3h\u201c. Gut die Richtung zum Berg h\u00e4tte ich auch alleine gefunden, ist ja nicht zu \u00fcbersehen und 3 Stunden klingt nach machbar, schlie\u00dflich liegen von hier aus nur noch 3 Stunden zur H\u00fctte vor dir.<\/p>\n<p>Das Hinweisschild war auch das letzte seiner Art, f\u00fcr den Aufstieg muss man schon seinen eigenen Weg finden, es gibt weder einen festen Pfad noch irgendwelche Markierungspfeiler die einem den ungef\u00e4hren Weg zeigen. Ich machte mich also um 10 Uhr auf den Weg nach oben, von 1600 H\u00f6henmeter sollte es nun hoch gehen auf 2300 H\u00f6henmeter.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die ersten ca. 150 H\u00f6henmeter noch gut zu bew\u00e4ltigen waren, da man \u00fcber festen Boden klettern und gehen konnte fing es danach an, dass Schotter die vorherrschende Bodenbeschaffenheit war, mit der zwischenzeitlich dazu gekommenen Steigung wurde daraus immer mehr ein Ein-Schritt-nach-oben-halber-Schritt-zur\u00fcck-rutsch-Spiel. Dank des Gep\u00e4cks war das alles andere als angenehm. Auf etwa der H\u00e4lfte war ich froh \u00fcber eine feste Felsformation an der ich zum einen mehr oder weniger bequem kurz etwas trinken und verschnaufen konnte zum anderen wenigstens ca. 100 Meter mal hochklettern zu k\u00f6nnen. Danach ging es leider wieder mit dem Schotter weiter. Als ich dann bei ca. 2200 Meter angekommen bin, habe ich beschlossen dass die Wahrscheinlichkeit eines partiellen Diebstahls meines Gep\u00e4cks bei dieser H\u00f6he verschwindend gering ist (bevor Einw\u00e4nde kommen, am Fu\u00dfe des Mt. Ngauruhoe leider nicht da dort eine regelrechte Tageswanderautobahn aka. Tongariro Alpine Crossing vorbei geht) und habe den Rucksack liegenlassen und bin nur mit der Kamera weiter hoch gegangen. Hier habe ich dann Adrien getroffen, der auch auf die eventuell etwas unkluge Idee gekommen ist alleine den Berg hoch zu klettern. Immerhin nur mit Tagesgep\u00e4ck da er den TAC gelaufen ist. Den Abstieg wollten wir dann sp\u00e4ter gemeinsam machen.<\/p>\n<p>Wenigstens hat f\u00fcr die folgenden 20 Minuten das Wetter mitgespielt, eine teils sehr gute Aussicht quer \u00fcber den Tongariro Nationalpark geliefert und es uns erm\u00f6glicht den Krater zu umrunden der mit ca. 100 Meter Durchmesser schon eindrucksvoll ist. P\u00fcnktlich nach der Umrundung fing an Nebel aufzuziehen so dass wir uns an den Abstieg machten. Mein abgelegter Rucksack stellte sich als eine gl\u00fcckliche F\u00fcgung heraus. Als ich gerade dabei war diesen wieder auf zu schnallen, kam an eben jener Stelle zwei anderen Personen dabei die offenkundig den Berg etwas besser kannten und uns zum Absteigen den Tipp gaben, etwa 50 Meter weiter nach rechts zu gehen, dort sei der Schotter nur noch sehr klein und man k\u00f6nnte leicht runter \u201esurfen\u201c. W\u00e4hrend der Aufstieg zwei Stunden ben\u00f6tigt hat, haben wir f\u00fcr den Abstieg nur ca. 20 Minuten gebraucht. Das surfen hat mit dem Rucksack nicht ganz geklappt, eventuell hatte auch nur mein Gleichgewicht keine Lust mehr. Ich bin jedenfalls auf meinem Allerwertesten gelandet und erst mal 3 Meter weiter gerutscht. Moment, das kann man ausbauen. Die Wanderst\u00f6cke komplett eingefahren und kurzerhand als Skist\u00f6cke missbraucht. Dank der am Po verst\u00e4rkten Wanderhose ging es nahe zu mit Lichtgeschwindigkeit den Berg hinab. Adrien konnte davon auch ein Video aufnehmen, ich bin gespannt wann er es mir zukommen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Am Sockel des Berges angekommen merkte ich allerdings langsam die 5 Stunden Wanderung und ich realisierte was noch vor mir lag. Als w\u00e4re diese Erkenntnis nicht genug setzte das Wetter mit Hagelk\u00f6rnern in Bohnengr\u00f6\u00dfe noch einen drauf. Es hilft alles nichts, ab daf\u00fcr. Nach ca. 15 Minuten immerhin etwas Positives, der Hagel h\u00f6rte wieder auf. Nach 15 Minuten und 5 Sekunden etwas Negatives, es fing an zu schneien und die Temperatur war merklich gefallen, meine H\u00e4nde waren blau. Also M\u00fctze auf und Handschuhe an. Damit ist dann auch Ricis Frage, die sie mir beim packen meiner Sachen stellte, warum ich bitte Winterhandschuhe einpacke, beantwortet. Das schneien hatte nach ca. einer halben Stunde dann aber auch wieder aufgeh\u00f6rt, daf\u00fcr gab es jetzt Regen. Ich hatte zwischenzeitlich die Emerald Lakes erreicht. Von hieraus waren es dann nur noch eine Stunde zur H\u00fctte.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich, m\u00fcde, und dreckig fand ich mich bei Regen an der H\u00fctte ein.<br \/>\nNach kurzer Waschzeremonie, die tat wirklich Not (einen Fluss gab es heute leider nicht), habe ich mir dann erst mal eine koreanische Instant Nudelsuppe Format Spicy (Guter Shit!) zugef\u00fchrt. Jingjong (er war wieder da) kam nicht drum herum, dies der halben H\u00fctte mitzuteilen und rief als er die Verpackung in meiner Hand sah quer durch die H\u00fctte \u201eTim! You eat korean food! It&#8217;s korean food!\u201c Ich bin nicht dahinter gekommen warum ihn das so gl\u00fccklich gemacht hat.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-177 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1083.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"rgg-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"150\" src=\"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1083-310x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-694\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-694'>\n\t\t\t\tLangsam kommt er n\u00e4her&#8230;\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1099.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"rgg-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"150\" src=\"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1099-310x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-695\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-695'>\n\t\t\t\t2291m &#8211; Die Spitze des Mt. Ngauruhoe\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1106.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"rgg-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"150\" src=\"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1106-310x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-696\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-696'>\n\t\t\t\tMt. Ngauruhoe &#8211; immer noch 2291m, hinter mit der Krater des Vulkans\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1113.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"rgg-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"150\" src=\"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1113-310x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-697\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-697'>\n\t\t\t\tAuf der linken Seite der Krater. Es zieht zu, Zeit f\u00fcr den Abstieg.\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1114.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"rgg-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"150\" src=\"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1114-310x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-698\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-698'>\n\t\t\t\tCa. 1 Stunde nach Abstieg. JA wir haben hier eigentlich Sommer.\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1117.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"rgg-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"150\" src=\"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1117-310x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-699\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-699'>\n\t\t\t\tDamit w\u00e4re auch Ricis Frage beantwortet warum ich Handschuhe dabei habe.\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1119.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"rgg-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"150\" src=\"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1119-310x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1125.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"rgg-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"150\" src=\"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1125-310x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-701\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-701'>\n\t\t\t\tIm Hintergrund die Emerald Lakes so wie der Blue Lake (links oben)\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1126.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"rgg-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"150\" src=\"http:\/\/tim.linux-daus.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/DSCF1126-310x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der zweite Tag meiner Wanderung ging durch den Wecker von Jingjong, den ich auf der n\u00e4chsten H\u00fctte wiedertreffen sollte, um 7 Uhr los. 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